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Qigong und Taijiquan

In den fernöstlichen Künsten des Qigong und Taijiquan finden wir eine Möglichkeit ein tiefes Harmonieempfinden zu entwickeln und Körper und Geist als eine Einheit zu spüren. Gelingt uns das, profitieren von dieser Harmonie unsere Person und unser ganzes Umfeld.

Allgemeine Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels

In unserer Gesellschaft nimmt die Zahl der körperlich und geistig ausgebrannten Menschen ständig zu. Die Forderung nach ständiger Leistungssteigerung und uneingeschränktem Wachstum dominiert unsere Arbeits- und Umwelt.

In ähnlichem Maße arbeiten und leben viele Menschen am körperlichen und geistigen Limit ohne sich Möglichkeiten der Entspannung und Energiebereitstellung geschaffen zu haben.

Anspannung, andauernde Konzentration ohne Entspannung wird zur Dauerverspannung. Schäden an Gesundheit sind die Folge.

Viele Menschen benutzen ihren Körper wie eine Maschine, bemerken ihn erst bei Schmerzen, Fehlfunktionen und Krankheit. Sie sind wie ein Fremder im eigenen Haus.

Daher ist es wichtig die körperliche Wahrnehmung zu trainieren. Am besten in Zeiten der Gesundheit und bester Energie, so dass wir lernen Körper und Geist als eine Einheit zu empfinden, um dann bei Krankheit und Verletzung gewappnet zu sein. Dann können wir die Harmonie zwischen Körper und Geist spüren und haben uns ein Instrument geschaffen Störungen der Harmonie im Körper und Umwelt rechtzeitig wahrzunehmen und ihnen entgegen zu steuern.

In den östlichen Philosophien des Daoismus und Buddhismus wird Körper und Geist untrennbar als Einheit gesehen. Die Gegensätzlichkeit unseres dualistischen Denkens ist diesen Kulturen fremd.

Ausdruck dieser Fehlhaltung ist unsere Fokussierung auf Äußerlichkeiten.

  • Ein schönes Auto wird als hoher Wert geachtet, behütet und gepflegt, weniger achtsam aber mit unserem Körper, Gesundheit und unserer Psyche umgegangen.
  • Aussehen und Schönheit wird mit großem Aufwand kosmetisch und chirurgisch verbessert und gepflegt, weniger aber unsere Gefühle, innere Ausgeglichenheit, Harmonie und Seelenleben.
  • Bei einigen wird der Körper zwar sportlich trainiert, aber ohne langfristigen Ressourcenaufbau – daher wird der Körper eher geschädigt, eine Disharmonie zwischen Körper und Geist sind die Folge.

Qigong – Heilverfahren für Psyche und Physis

Qi heisst Innere oder auch Lebensenergie, Gong hingegen arbeiten.

Arbeiten mit oder Pflegen der Lebensenergie bedeutet diese Energie als endlich und wertvoll wahrzunehmen.

Beim Qigong erlernt man diese Energie zu mehren, zu erspüren und im Körper zu steuern. Wir können uns ein hohes Potenzial an Lebensenergie erarbeiten, um für schlechte Zeiten von Krankheit und Leid gewappnet zu sein, um in Familie und Gesellschaft als Pol der Ruhe und Energie zu stehen. Wir können lernen unsere Organe und Körperteile bewusst zu spüren, den Körper und uns selbst als Einheit zu empfinden. Dann stellt sich ein Gefühl der Zufriedenheit und Harmonie ein.

Auch im Sport gewinnt die Bewegung enorm an Qualität mit genauer Vorstellung anatomischer und physiologischer Vorgänge.

Leben heißt Bewegung, das bedeutet auch die Präsenz des Körpers zu spüren und den Augenblick zu genießen, dann erlöschen das Grübeln, Zweifeln und Ängste werden zweitrangig.

Die ersten Schritte im Qigong sind sanfte Bewegung, Loslassen – um den ruhigen Atem und die Bewegung in harmonischen Einklang zu bringen. Der nächste Schritt ist das Spüren und Wahrnehmen später dann das Lenken und Steuern der Energie.

Durch das Loslassen der geistigen Anspannung, der Verkrampfung des Denkens werden wir eins mit der Übung, die Spannung fällt von uns ab und wir kommen in den unbewussten Zustand der Unschuld, das Nichtdenkens. Dieser Zustand, der auch in der Meditationstechnik des Zen-Buddhismus angestrebt wird, ist Vorstufe zur Überwindung des Egos. Augenblicke in diesem Zustand ergeben einen körperlichen „Reset“ vergleichbar mit einem überladenen, funktionsuntüchtigen Computer, der mit einem Neustart frisch gebootet wird. Nach einem solchen „Reset“ erleben wir Stunden voller Kraft und Energie.

Im Daoismus des alten China wurde Jahrtausende altes Wissen und Erfahrungen über Mensch und Natur systematisiert und in der TCM, Qigong und Taijiquan zur Gesundheitspflege angewandt. So wurden Ärzte im alten China nach der Anzahl der ihnen anvertrauten Gesunden bezahlt, nicht wie bei uns nach Anzahl der Kranken. Daher war die Prävention von Krankheiten das größte Interesse der Ärzte.

Es gibt Qigong für die Kampfkünste zur Körperabhärtung und zur negativen Stimulation des Gegners, für die Meditation und viele andere Bereiche. Organ-Qigong schützt und stärkt die inneren Organe oder heilt sie von Krankheit.

Was ist Taiji-Quan?

Uns allen ist das Taiji-Symbol vertraut. Es wurde bereits auf uralten Urnen (>3000 Jahre) gefunden. Der äußere Kreis symbolisiert den Kosmos, der das Yang (Licht…) und das Yin (Dunkel….) enthält. Die geschwungene, trennende Linie steht für die ewige Bewegung, der miteinander verbundenen Elemente. Im Zentrum des äußersten Yang befindet sich der Kern des Yin und umgekehrt.

Taiji Quan ist eine alte chinesische Kampf- und Bewegungskunst. Es dient zur Entwicklung von Körper und Geist im Sinne der Lebenspflege, Gesundheit, dem ganzheitlichem Wachstum, sowie der Selbstverteidigung. Taijiquan ist meditativ und körperkräftigend, fördert die Entfaltung der inneren Energie (Qi) und ist als solche therapeutisch als auch kämpferisch einsetzbar. Die Bewegungen sind sanft und fließend, voller Ausdruck, Schönheit und Energie.

Taiji ist begründet auf die Philosophie von Yin und Yang (Daoismus), der Vereinigung von Gegensätzen, sowie der Harmonisierung von Körper, Geist und Seele. Es verbindet Selbstverteidigungsbewegungen (Wushu) mit der Führung der inneren Energie (Qigong) und gilt daher als “innere” Kampfkunst.

Da innere Energie anstelle von Muskelkraft gefördert wird, ist Taijiquan von Jung und Alt, Mann und Frau, klein und groß gleichermaßen erfolgreich ausübbar.

Taijiquan und chinesische Medizin

Umgekehrt stellt auch das Taiji Quan Training ein bedeutsames Heilverfahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dar. Qigong, Taijiquan, chinesische Medizin und die chinesische Lebenspflege beziehen sich auf denselben Hintergrund, die Arbeit mit der universellen Lebensenergie Qi . Qi ist gekoppelt mit der Blutzirkulation.

Man spricht in der chinesischen Medizin von Jing Luo, einem Netz von Energiebahnen (Meridiansystem), das alle Organe mit der Oberfläche der Haut verbindet.

Dazu gehören einzelne Körperpunkte auf sogenannten Hauptmeridianen, die durch Stimulation bestimmte Wirkungen im Körper produzieren können (Akupunktur mit Nadeln).

Taiji wird in China als Teil der Krankenbehandlung und in der Rekonvaleszenz eingesetzt. Noch wichtiger aber ist Taijiquan als präventive Lebenshilfe für eine Vielzahl von nicht nur orthopädischen Beschwerden. Taiji und Qigong werden bei vielen Störungen der inneren Organe eingesetzt. Umso mehr ist Taijiquan als ganzheitliches Konzept zu verstehen.

Durch Taiji erreichen und bewahren wir die Harmonie des gesamten Körpers. Krankheiten entstehen nach chinesischer Medizin durch Blockaden im Qi-Fluss. Durch Taijiquan werden blockierte Funktionen durch erhöhten Qi- und Blutfluss entstaut und der Geist (Shen) wird klarer und bewusster. Als relativ Gesunder kann das stetige Üben unseren Körperzustand und die Abwehrfunktion (Wei Qi) gegenüber Krankheiten verbessern, was auf längere Sicht zu den nachgesagten lebensverlängernden Prozess durch Taijiquan führen kann.

Wichtig dabei zu erwähnen ist: es sollten 70% der Krankheitsbehandlung Lebenspflege (Taijiquan, Qigong, Ernährung, Lebensführung) sein und nur 30% medizinische Versorgung.

Kontakt:

Institut Tonn
Zentrum für Qigong, Taijiquan, Shiatsu, Klassisches Karate-Do
Karlgasse 4-6, 9500 Villach
Telefon: 0664/2624754 oder 0664/5887804
www.institut-tonn.at

     

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